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GIESSEREI

GIESSEREI ist die führende deutschsprachige Fachzeitschrift des Gießereiwesens mit starker Auslandsverbreitung.

Aus dem Inhalt dieser Ausgabe:

SPECIAL EUROGUSS 2010 - Teil 2: Aktuellste Mess- und Regeltechnik verkürzt Kühlzyklen und steigert Werkstückqualitäten im Druckguss 

von Stefan Munko

Angetrieben von der Automobilindustrie stiegen die Anforderungen an die Qualität der Druckgussteile und damit an die Temperierung der Druckgussformen stetig. Die Prozesse müssen heute exakt reproduzierbar und rückverfolgbar sein. Das funktioniert nur, wenn die Kühlparameter der Gussformen exakt einstellbar sind. Dank modernster Ventil- und Sensortechnologie lassen sich solch anspruchsvolle Kühlsysteme genau auf die Anforderungen der jeweiligen Anwendung herstellen. Das moderne maschinelle Druckgießverfahren erlaubt die rationelle Produktion großer Serien leichter, dünnwandiger Gussteile, bei denen besonders kleine Toleranzen, eine glatte Oberfläche und scharfe Konturen erwünscht sind. Sehr aufwendig konstruierte Formen aus legiertem Warmarbeitsstahl erlauben dabei über 100 000 Abgüsse. Je nach Prozess wird das flüssige Metall unter hohem Druck von circa 10 bis 200 MPa und mit extrem hohen Geschwindigkeiten von bis zu 120 m/s in die vorgeheizte Gussform aus Stahl gepresst. So ist gewährleistet, dass feinste Strukturen ausgefüllt und selbst äußerst dünnwandige und filigrane Produk-te mit einer homogenen Oberfläche produziert werden können.

News

Sicht vom Char-genkorb zum Kam-merofen. Foto: Aluheat
Sicht vom Char-genkorb zum Kam-merofen. Foto: Aluheat
10.02.2012

Wärmebehandlung von Aluminiumbauteilen

Mit seiner geringen Dichte und den guten Festigkeitseigenschaften nimmt Aluminium im Leichtbau eine führende Position ein. Die Möglichkeiten und Vorteile des Werkstoffes sind weitreichend bekannt. Dennoch bietet sich in puncto Gewichtsersparnis, thermischer Belastbarkeit und Langlebigkeit noch enormes Potential. Das Unternehmen Aluheat GmbH aus Freiberg hat sich dieser Aufgabe gewidmet und eine Pilot-Wärmebehandlungsanlage gebaut.

Simulation des Temperaturfelds während der Erstarrung. Bild: DIAG
Simulation des Temperaturfelds während der Erstarrung. Bild: DIAG
09.02.2012

Aluminiumgießerei optimiert Prozesse

Seit Neuestem hat die Diesner Aluminiumgießerei GmbH & Co KG (DIAG) eine angepasste Simulations-Software für Formfüllung, Temperaturfeld- und Erstarrungsberechnung in ihren Produktionsprozess implementiert. Dies führt nicht nur zu einer Erhöhung der Prozesssicherheit, sondern gleichzeitig auch zur einer deutlich verkürzten Produktionszeit mit reduzierten Entwicklungskosten. Entsprechend der DIAG-Unternehmensphilosophie, für ihre Kunden möglichst früh tätig zu sein, können durch die praxisnahe Simulation von Gießprozessen bereits in der Frühphase des Produktionsprozesses Problemzonen erkannt sowie im Kokillendesign schnellstmöglich Korrekturen durchgeführt werden.