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SPECIAL EUROGUSS 2010 - Teil 2: Alspek MQ – Entwicklung eines Geräts zur Messung des Reinheitsgrades von flüssiger Aluminiumschmelze
von Faruk Medosevic
Die Erwartungen an die Leistungsfähigkeit von Aluminiumgussstücken steigen stetig und somit steigen auch die Anforderungen an die Qualität der Gussstücke. Auf der anderen Seite reduzieren die Gießereien derzeit ihren Lagerbestand und die Bearbeitungszeiten, so dass der Forderung „Right First Time“, alles beim ersten Mal richtig zu machen, in der Produktion eine immer größere Bedeutung zukommt. Zur Gewährleistung einer beständigen und berechenbaren Qualität der Gussstücke gewinnt die Einsicht, dass kritische Parameter wie die Metallreinheit vor dem Guss gemessen werden müssen, immer mehr an Bedeutung. Zwar gibt es anerkannte Verfahren zur Messung der Reinheit einer Aluminiumschmelze, aber diese können sehr langsam und kostenintensiv sein. Die derzeit in der Branche verwendeten Prüfverfahren sind entweder sehr teuer oder setzen die Verwendung anspruchsvoller Geräte wie Limca oder metallographische Untersuchungen voraus, bei denen eine Probe zerschnitten und unter dem Mikroskop betrachtet werden muss. Ein gängiger Test ist die Unterdruckdichtemessung, bei dem die Dichte einer in einem Vakuum erstarrten Probe mit der Dichte einer an der Luft erstarrten Probe verglichen wird. Dieser Test misst jedoch nur die Reinheit und den Wasserstoffgehalt der Schmelze als Gesamtergebnis und bietet der Gießerei nicht die Informationsgenauigkeit, die sie benötigt. Nach der Entwicklung des Alspek-H Wasserstoffsensors, einem Echtzeittest für den Wasserstoffgehalt der Schmelze, war es für Foseco selbstverständlich, die Herausforderung der Entwicklung eines ähnlichen Messgeräts für die Reinheit der Schmelze anzunehmen.