GIESSEREI ist die führende deutschsprachige Fachzeitschrift des Gießereiwesens mit starker Auslandsverbreitung.
Aus dem Inhalt dieser Ausgabe:
Defektanalyse und dimensionales Messen mit hoch auflösender Computertomographie
von Oliver Brunke
Mit industrieller Röntgen-Computertomographie lassen sich kontrastschwache Defekte in Gussteilen dreidimensional lokalisieren und vermessen. Ebenfalls ist diese Technologie für die zerstörungsfreie 3-D-Messung von Gussteilen geeignet, bei denen durch ihre komplexe innere Geometrie konventionelle Koordinatenmessmaschinen nicht zum Einsatz kommen können. Dies bringt zahlreiche Vorteile in der praktischen Anwendung mit sich. Industrielle Röntgen-Computertomographie (CT) ermöglicht es, auch kontrastschwache Defekte in Gussteilen wie Risse, Poren und Lunker dreidimensional zu lokalisieren und zu vermessen. Die Auswertung lässt sich sowohl in beliebig orientierten 2-D-Schnittbildern als auch in der 3-D-Volumenansicht durchführen. Durch die vollständige 3-D-Abbildung kann CT zugleich auch für die zerstörungsfreie 3-D-Messung von Gussteilen genutzt werden, die aufgrund ihrer komplexen inneren Geometrie mit konventionellen Koordinatenmessmaschinen nicht untersucht werden können. So ergeben sich in der Praxis durch den Einsatz von CT neben der zerstörungsfreien Qualitätskontrolle zahlreiche weitere Vorteile, beispielsweise in der Optimierung und Verkürzung von Entwicklungs- und Erstbemusterungsprozessen, dem Vergleich von Bauteilen vor und nach Tests oder dem Reverse Engineering, also der Rückführung von 3-D-Bauteildaten in 3-D-CAD-Konstruktionsdaten.