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GIESSEREI

GIESSEREI ist die führende deutschsprachige Fachzeitschrift des Gießereiwesens mit starker Auslandsverbreitung.

Aus dem Inhalt dieser Ausgabe:

Defektanalyse und dimensionales Messen mit hoch auflösender Computertomographie 

von Oliver Brunke Mit industrieller Röntgen-Computertomographie lassen sich kontrastschwache Defekte in Gussteilen dreidimensional lokalisieren und vermessen. Ebenfalls ist diese Technologie für die zerstörungsfreie 3-D-Messung von Gussteilen geeignet, bei denen durch ihre komplexe innere Geometrie konventionelle Koordinatenmessmaschinen nicht zum Einsatz kommen können. Dies bringt zahlreiche Vorteile in der praktischen Anwendung mit sich. Industrielle Röntgen-Computertomographie (CT) ermöglicht es, auch kontrastschwache Defekte in Gussteilen wie Risse, Poren und Lunker dreidimensional zu lokalisieren und zu vermessen. Die Auswertung lässt sich sowohl in beliebig orientierten 2-D-Schnittbildern als auch in der 3-D-Volumenansicht durchführen. Durch die vollständige 3-D-Abbildung kann CT zugleich auch für die zerstörungsfreie 3-D-Messung von Gussteilen genutzt werden, die aufgrund ihrer komplexen inneren Geometrie mit konventionellen Koordinatenmessmaschinen nicht untersucht werden können. So ergeben sich in der Praxis durch den Einsatz von CT neben der zerstörungsfreien Qualitätskontrolle zahlreiche weitere Vorteile, beispielsweise in der Optimierung und Verkürzung von Entwicklungs- und Erstbemusterungsprozessen, dem Vergleich von Bauteilen vor und nach Tests oder dem Reverse Engineering, also der Rückführung von 3-D-Bauteildaten in 3-D-CAD-Konstruktionsdaten.

News

03.02.2012

Dreistelliges Milliardenwachstum im Leichtbau bis 2030

Die Automobilhersteller müssen den Anteil von Leichtbauteilen im Fahrzeug bis 2030 von 30 auf 70 % steigern, um die Zunahme des Fahrzeuggewichts durch Elektroantrieb und kraftstoffeffiziente Motorentechnik zu kompensieren. Dadurch entsteht ein neuer Wachstumsmarkt für Zulieferindustrie und Anlagenbau: Der Jahresumsatz mit Leichtbauteilen aus hoch festem Stahl, Aluminium und karbonfaserverstärktem Kunststoff dürfte je nach Rohstoffpreisentwicklung bis 2030 von ca. 70 Mrd. auf mehr als 300 Mrd. Euro wachsen.
Arbeiter am Schmelzofen im Eisenwerk Martinlamitz. Das Unternehmen produziert 5000 t Guss im Monat. Foto: EWM
Arbeiter am Schmelzofen im Eisenwerk Martinlamitz. Das Unternehmen produziert 5000 t Guss im Monat. Foto: EWM
03.02.2012

Eisengießerei ist für die Zukunft gerüstet

Seit einem Jahr wird in der Eisenwerk Martinlamitz GmbH (EWM) nun wieder von Montag bis Freitag acht Stunden dreischichtig gearbeitet. Das zeigt, dass der Standort in Oberfranken wie angegossen passt. Rund 5000 t Guss werden hier im Monat produziert und im Vergleich zu früher wurde die Produktpalette deutlich ausgeweitet: Heute fertigt das Martinlamitzer Unternehmen zusätzlich in den Bereichen Windkraft, Solar, Hydraulik, Kran- und Bootstechnik. Bislang lagen die Schwerpunkte in den Bereichen Achsen, Bau- und Landmaschinen, Nutzfahrzeuge, Eisenbahn, Maschinen- und Roboterbau.