GIESSEREI

GIESSEREI ist die führende deutschsprachige Fachzeitschrift des Gießereiwesens mit starker Auslandsverbreitung.

Aus dem Inhalt dieser Ausgabe:

Defektanalyse und dimensionales Messen mit hoch auflösender Computertomographie 

von Oliver Brunke Mit industrieller Röntgen-Computertomographie lassen sich kontrastschwache Defekte in Gussteilen dreidimensional lokalisieren und vermessen. Ebenfalls ist diese Technologie für die zerstörungsfreie 3-D-Messung von Gussteilen geeignet, bei denen durch ihre komplexe innere Geometrie konventionelle Koordinatenmessmaschinen nicht zum Einsatz kommen können. Dies bringt zahlreiche Vorteile in der praktischen Anwendung mit sich. Industrielle Röntgen-Computertomographie (CT) ermöglicht es, auch kontrastschwache Defekte in Gussteilen wie Risse, Poren und Lunker dreidimensional zu lokalisieren und zu vermessen. Die Auswertung lässt sich sowohl in beliebig orientierten 2-D-Schnittbildern als auch in der 3-D-Volumenansicht durchführen. Durch die vollständige 3-D-Abbildung kann CT zugleich auch für die zerstörungsfreie 3-D-Messung von Gussteilen genutzt werden, die aufgrund ihrer komplexen inneren Geometrie mit konventionellen Koordinatenmessmaschinen nicht untersucht werden können. So ergeben sich in der Praxis durch den Einsatz von CT neben der zerstörungsfreien Qualitätskontrolle zahlreiche weitere Vorteile, beispielsweise in der Optimierung und Verkürzung von Entwicklungs- und Erstbemusterungsprozessen, dem Vergleich von Bauteilen vor und nach Tests oder dem Reverse Engineering, also der Rückführung von 3-D-Bauteildaten in 3-D-CAD-Konstruktionsdaten.

News

Modell eines fahr-baren Kippstuhls. Foto: Bartz
Modell eines fahr-baren Kippstuhls. Foto: Bartz
10.09.2010

Kipptiegel für mehr Produktionseffizienz

Die direkte Verarbeitung von Flüssigmetall in Gießereien ist oft nicht oder nicht in vollem Umfang möglich. Bei Aluminiumlegierungen wird beispielsweise 50 % des benötigten Metalls als Blockmaterial angeliefert und muss ein zweites Mal eingeschmolzen werden – dadurch kommt es zu einem hohen Energie- und Metallverlust. Außerdem bedeutet der Einsatz von Schmelzöfen eine hohe Kapitalbindung bei der Anschaffung, sowie hohe Instandhaltungs- und Betriebskosten für die Lebensdauer der Anlagen.

Maschinenfabrik Gustav Eirich
Infrarot-Strah-lungspyrometer der PRO-Serie. Foto: Williamson
Infrarot-Strah-lungspyrometer der PRO-Serie. Foto: Williamson
09.09.2010

Strahlungspyrometer mit neuen Funktionen

Zur Steigerung der Effizienz und Vielseitigkeit seiner Strahlungspyrometer hat die Williamson Corporation, Concord, USA, ein Hersteller von Geräten zur berührungslosen Temperaturmessung, die Geräte der Serie PRO mit weiteren Funktionen ausgestattet. Die Multiwavelenght Serie PRO120, die bereits in vielen Aluminium-Extrusionsanlagen, Gießanlagen, Aluminiumschmieden und -walzwerken im Einsatz ist, kann jetzt mit acht aluminiumspezifischen Applikations-Algorithmen in einem Messgerät geliefert werden.