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GIESSEREI

GIESSEREI ist die führende deutschsprachige Fachzeitschrift des Gießereiwesens mit starker Auslandsverbreitung.

Aus dem Inhalt dieser Ausgabe:

Unterstützung der Trennleistung herkömmlicher, wassermischbarer Trennstoffe durch eine mit dem Trennstoff DPw 222B aufgebrachte Oberflächenbeschichtung 

von Heinz-Gilbert Klußmann

Zur Herstellung von Gussteilen aus Nichteisen-Metalllegierungen im Druckgießverfahren müssen zur Trennung von Form und Gussteil so bezeichnete Trennstoffe eingesetzt werden. Diese Trennstoffe erfüllen notwendige Anforderungen, wie die Bildung eines Trennfilms zwischen Form und Gussteil, die Bildung eines Schmierfilms auf beweglichen Formteilen und die Unterstützung der Schmelzeströmung in der Formkavität. Und dabei darf der Trennstoff die Gussteilqualität nicht negativ beeinflussen. Die in den frühen Jahren der Druckgussfertigung als Trennstoffe generell eingesetzten Öle sind heute meist nur noch für die Herstellung von Gussteilen aus niedrig schmelzenden Nichteisen-Metalllegierungen, wie zum Beispiel Blei, Zink oder Zinn im Einsatz. Für die höher schmelzenden Legierungen auf Basis von Aluminium und Magnesium werden hauptsächlich wasserbasierte Produkte eingesetzt. Bei diesen modernen Trennstoffen handelt es sich um wässrige Emulsionen, wobei durch die Verwendung von Wasser als Lösemittel gleichzeitig ein Kühleffekt beim Aufsprühen auf die Formkavität erreicht wird. Trotz der gegebenen Funktionalität lassen sich Beschädigungen der Gießform durch die einströmende Schmelze, Metallanklebungen an exponierten Stellen oder auch Beschädigungen an Gussteilen durch das Hängenbleiben in der Form und umgekehrt, nicht vollständig vermeiden. In den vergangenen Jahren sind einige Oberflächenbeschichtungen auf den Markt gekommen, welche diese Probleme teilweise erheblich verringern können, aber einen großen Kostenfaktor in der Herstellung der Werkzeuge darstellen.

News

Sicht vom Char-genkorb zum Kam-merofen. Foto: Aluheat
Sicht vom Char-genkorb zum Kam-merofen. Foto: Aluheat
10.02.2012

Wärmebehandlung von Aluminiumbauteilen

Mit seiner geringen Dichte und den guten Festigkeitseigenschaften nimmt Aluminium im Leichtbau eine führende Position ein. Die Möglichkeiten und Vorteile des Werkstoffes sind weitreichend bekannt. Dennoch bietet sich in puncto Gewichtsersparnis, thermischer Belastbarkeit und Langlebigkeit noch enormes Potential. Das Unternehmen Aluheat GmbH aus Freiberg hat sich dieser Aufgabe gewidmet und eine Pilot-Wärmebehandlungsanlage gebaut.

Simulation des Temperaturfelds während der Erstarrung. Bild: DIAG
Simulation des Temperaturfelds während der Erstarrung. Bild: DIAG
09.02.2012

Aluminiumgießerei optimiert Prozesse

Seit Neuestem hat die Diesner Aluminiumgießerei GmbH & Co KG (DIAG) eine angepasste Simulations-Software für Formfüllung, Temperaturfeld- und Erstarrungsberechnung in ihren Produktionsprozess implementiert. Dies führt nicht nur zu einer Erhöhung der Prozesssicherheit, sondern gleichzeitig auch zur einer deutlich verkürzten Produktionszeit mit reduzierten Entwicklungskosten. Entsprechend der DIAG-Unternehmensphilosophie, für ihre Kunden möglichst früh tätig zu sein, können durch die praxisnahe Simulation von Gießprozessen bereits in der Frühphase des Produktionsprozesses Problemzonen erkannt sowie im Kokillendesign schnellstmöglich Korrekturen durchgeführt werden.