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GIESSEREI

GIESSEREI ist die führende deutschsprachige Fachzeitschrift des Gießereiwesens mit starker Auslandsverbreitung.

Aus dem Inhalt dieser Ausgabe:

Einfluss der Heiztechnologie auf die Schmelzequalität der Aluminiumgusslegierung AlSi9Cu3(Fe) beim Warmhalten in Straßentransporttiegeln 

von Bernd Prillhofer u. a.

Die Belieferung von Formgießereien mit Aluminiumlegierungen im flüssigen Zustand direkt aus Umschmelzwerken stellt im europäischen Raum eine gängige Praxis dar, wobei mit einem weiteren Wachstum des Marktanteils des Flüssigmetallsektors gerechnet wird. Die Gründe für die Steigerung bei Flüssigmetall-Lieferungen sind vielfältig; in der Regel gibt es für die Kunden einen quantifizierbaren wirtschaftlichen Nutzen. Dieser ergibt sich zum einen aus der deutlichen Reduktion des Metallverlustes, der normalerweise beim erneuten Aufschmelzen von Masselmaterial entsteht und zum anderen durch entscheidende Einsparungen bei Energie- und Logistikkosten sowie beim Working Capital. Wenn es um die Materialversorgung für eine neue Gießerei geht, oder das Mengenwachstum einer bestehenden Gießerei abgedeckt werden soll, können die Investitionskosten in einen Neubau, oder eine Erweiterung des Schmelzbetriebs eingespart sowie Personalaufbau vermieden werden. Nicht zuletzt gilt auch die Konzentration auf Kernkompetenzen in Hinblick auf Qualität und Wirtschaftlichkeit als Pluspunkt: Das Umschmelzwerk konzentriert sich auf die Legierungs- und Schmelzkompetenz, der Gießer auf die Formgieß- und Bearbeitungskompetenz. Dieser Trend wird durch die Tatsache verstärkt, dass aus ökonomischen und ökologischen Gründen versucht wird, Sekundärgusslegierungen für sehr anspruchsvolle Gussteile zum Einsatz zu bringen. Detailliertes Verständnis über die Auswirkung von Schwankungen in der Legierungszusammen-setzung wird erforderlich, wenn Sekundärgussteile mit gesteigerten Dehnungswerten und hohen Festigkeiten erzeugt werden sollen.

News

03.02.2012

Dreistelliges Milliardenwachstum im Leichtbau bis 2030

Die Automobilhersteller müssen den Anteil von Leichtbauteilen im Fahrzeug bis 2030 von 30 auf 70 % steigern, um die Zunahme des Fahrzeuggewichts durch Elektroantrieb und kraftstoffeffiziente Motorentechnik zu kompensieren. Dadurch entsteht ein neuer Wachstumsmarkt für Zulieferindustrie und Anlagenbau: Der Jahresumsatz mit Leichtbauteilen aus hoch festem Stahl, Aluminium und karbonfaserverstärktem Kunststoff dürfte je nach Rohstoffpreisentwicklung bis 2030 von ca. 70 Mrd. auf mehr als 300 Mrd. Euro wachsen.
Arbeiter am Schmelzofen im Eisenwerk Martinlamitz. Das Unternehmen produziert 5000 t Guss im Monat. Foto: EWM
Arbeiter am Schmelzofen im Eisenwerk Martinlamitz. Das Unternehmen produziert 5000 t Guss im Monat. Foto: EWM
03.02.2012

Eisengießerei ist für die Zukunft gerüstet

Seit einem Jahr wird in der Eisenwerk Martinlamitz GmbH (EWM) nun wieder von Montag bis Freitag acht Stunden dreischichtig gearbeitet. Das zeigt, dass der Standort in Oberfranken wie angegossen passt. Rund 5000 t Guss werden hier im Monat produziert und im Vergleich zu früher wurde die Produktpalette deutlich ausgeweitet: Heute fertigt das Martinlamitzer Unternehmen zusätzlich in den Bereichen Windkraft, Solar, Hydraulik, Kran- und Bootstechnik. Bislang lagen die Schwerpunkte in den Bereichen Achsen, Bau- und Landmaschinen, Nutzfahrzeuge, Eisenbahn, Maschinen- und Roboterbau.