GIESSEREI ist die führende deutschsprachige Fachzeitschrift des Gießereiwesens mit starker Auslandsverbreitung.
Aus dem Inhalt dieser Ausgabe:
Einfluss der Heiztechnologie auf die Schmelzequalität der Aluminiumgusslegierung AlSi9Cu3(Fe) beim Warmhalten in Straßentransporttiegeln
von Bernd Prillhofer u. a.
Die Belieferung von Formgießereien mit Aluminiumlegierungen im flüssigen Zustand direkt aus Umschmelzwerken stellt im europäischen Raum eine gängige Praxis dar, wobei mit einem weiteren Wachstum des Marktanteils des Flüssigmetallsektors gerechnet wird. Die Gründe für die Steigerung bei Flüssigmetall-Lieferungen sind vielfältig; in der Regel gibt es für die Kunden einen quantifizierbaren wirtschaftlichen Nutzen. Dieser ergibt sich zum einen aus der deutlichen Reduktion des Metallverlustes, der normalerweise beim erneuten Aufschmelzen von Masselmaterial entsteht und zum anderen durch entscheidende Einsparungen bei Energie- und Logistikkosten sowie beim Working Capital. Wenn es um die Materialversorgung für eine neue Gießerei geht, oder das Mengenwachstum einer bestehenden Gießerei abgedeckt werden soll, können die Investitionskosten in einen Neubau, oder eine Erweiterung des Schmelzbetriebs eingespart sowie Personalaufbau vermieden werden. Nicht zuletzt gilt auch die Konzentration auf Kernkompetenzen in Hinblick auf Qualität und Wirtschaftlichkeit als Pluspunkt: Das Umschmelzwerk konzentriert sich auf die Legierungs- und Schmelzkompetenz, der Gießer auf die Formgieß- und Bearbeitungskompetenz. Dieser Trend wird durch die Tatsache verstärkt, dass aus ökonomischen und ökologischen Gründen versucht wird, Sekundärgusslegierungen für sehr anspruchsvolle Gussteile zum Einsatz zu bringen. Detailliertes Verständnis über die Auswirkung von Schwankungen in der Legierungszusammen-setzung wird erforderlich, wenn Sekundärgussteile mit gesteigerten Dehnungswerten und hohen Festigkeiten erzeugt werden sollen.