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GIESSEREI

GIESSEREI ist die führende deutschsprachige Fachzeitschrift des Gießereiwesens mit starker Auslandsverbreitung.

Aus dem Inhalt dieser Ausgabe:

Endkonturnahes Abgießen in SLS-Sandformen: Optimierung der Oberflächenqualität durch Schlichten 

von Michaela Brummer u. a.

Das typische Umformverfahren zur Herstellung von Blechbauteilen ohne Blechdickenänderung – wie beispielsweise eine Autotür – ist das Tiefziehen. Für das Tiefziehen werden üblicherweise Werkzeuge aus Gusseisen in einem sehr zeit- und kostenintensiven Prozess hergestellt. Ausgehend von einem verlorenen Styropormodell wird das Werkzeug gegossen und anschließend aufwändig mittels Spanen bzw. Erodieren bearbeitet, um die sehr hohen Anforderungen an die Werkzeugoberfläche zu gewährleisten. Dieses konventionelle Verfahren ist nur bei sehr hohen Abformzahlen rentabel. Um für eine Kleinserie ähnliche Stückkosten wie in der Großserie erreichen zu können, ist vor allem die Reduzierung von Entwicklungszeiten und Werkzeugkosten entscheidend. Dies erfordert den Einsatz von alternativen Werkzeugfertigungsmethoden und -werkstoffen. Für die Herstellung eines Kleinserienwerkzeugs bietet sich das generative Verfahren Rapid Molding an. Hierzu gehört die Verfahrensvariante „Selektives Lasersintern und Gießen“ (SLSG), welche einen deutlich schnelleren Herstellungsprozess ermöglicht. Die Gießform wird dabei ohne Modell direkt mittels Selektivem Lasersintern (SLS) schichtweise generiert. Hierfür wird durch die Energieeinwirkung eines Lasers ein mit Bindemittel umhüllter Formstoff (z. B. Quarzsand) lokal verschmolzen. Durch zyklisches Auftragen einzelner Formstoffschichten und anschließendem Belichten wird ein Formkasten aufgebaut.

News

03.02.2012

Dreistelliges Milliardenwachstum im Leichtbau bis 2030

Die Automobilhersteller müssen den Anteil von Leichtbauteilen im Fahrzeug bis 2030 von 30 auf 70 % steigern, um die Zunahme des Fahrzeuggewichts durch Elektroantrieb und kraftstoffeffiziente Motorentechnik zu kompensieren. Dadurch entsteht ein neuer Wachstumsmarkt für Zulieferindustrie und Anlagenbau: Der Jahresumsatz mit Leichtbauteilen aus hoch festem Stahl, Aluminium und karbonfaserverstärktem Kunststoff dürfte je nach Rohstoffpreisentwicklung bis 2030 von ca. 70 Mrd. auf mehr als 300 Mrd. Euro wachsen.
Arbeiter am Schmelzofen im Eisenwerk Martinlamitz. Das Unternehmen produziert 5000 t Guss im Monat. Foto: EWM
Arbeiter am Schmelzofen im Eisenwerk Martinlamitz. Das Unternehmen produziert 5000 t Guss im Monat. Foto: EWM
03.02.2012

Eisengießerei ist für die Zukunft gerüstet

Seit einem Jahr wird in der Eisenwerk Martinlamitz GmbH (EWM) nun wieder von Montag bis Freitag acht Stunden dreischichtig gearbeitet. Das zeigt, dass der Standort in Oberfranken wie angegossen passt. Rund 5000 t Guss werden hier im Monat produziert und im Vergleich zu früher wurde die Produktpalette deutlich ausgeweitet: Heute fertigt das Martinlamitzer Unternehmen zusätzlich in den Bereichen Windkraft, Solar, Hydraulik, Kran- und Bootstechnik. Bislang lagen die Schwerpunkte in den Bereichen Achsen, Bau- und Landmaschinen, Nutzfahrzeuge, Eisenbahn, Maschinen- und Roboterbau.