GIESSEREI ist die führende deutschsprachige Fachzeitschrift des Gießereiwesens mit starker Auslandsverbreitung.
Aus dem Inhalt dieser Ausgabe:
SPECIAL - EUROGUSS 2010 Teil 1: Aktuellste Mess- und Regeltechnik verkürzt Kühlzyklen und steigert Werkstückqualitäten im Druckguss
von Stefan Munko
Angetrieben von der Automobilindustrie stiegen die Anforderungen an die Qualität der Druckgussteile und damit an die Temperierung der Druckgussformen stetig. Die Prozesse müssen heute exakt reproduzierbar und rückverfolgbar sein. Das funktioniert nur, wenn die Kühlparameter der Gussformen exakt einstellbar sind. Dank modernster Ventil- und Sensortechnologie lassen sich solch anspruchsvolle Kühlsysteme genau auf die Anforderungen der jeweiligen Anwendung herstellen. Das moderne maschinelle Druckgießverfahren erlaubt die rationelle Produktion großer Serien leichter, dünnwandiger Gussteile, bei denen besonders kleine Toleranzen, eine glatte Oberfläche und scharfe Konturen erwünscht sind. Sehr aufwendig konstruierte Formen aus legiertem Warmarbeitsstahl erlauben dabei über 100 000 Ab-güsse. Je nach Prozess wird das flüssige Metall unter hohem Druck von circa 10 bis 200 MPa und mit extrem hohen Geschwindigkeiten von bis zu 120 m/s in die vorgeheizte Gussform aus Stahl gepresst. So ist gewährleistet, dass feinste Strukturen ausgefüllt und selbst äußerst dünnwandige und filigrane Produkte mit einer homogenen Oberfläche produziert werden können. Computergesteuerte Druckguss maschinen mit einer automatisch geregelten Temperierung der Druckgussformen sichern dabei auch bei hohen Auflagen eine reproduzierbare, gleichbleibend gute Qualität aller produzierten Teile.