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GIESSEREI

GIESSEREI ist die führende deutschsprachige Fachzeitschrift des Gießereiwesens mit starker Auslandsverbreitung.

Aus dem Inhalt dieser Ausgabe:

SPECIAL - EUROGUSS 2010 Teil 1: Aktuellste Mess- und Regeltechnik verkürzt Kühlzyklen und steigert Werkstückqualitäten im Druckguss 

von Stefan Munko

Angetrieben von der Automobilindustrie stiegen die Anforderungen an die Qualität der Druckgussteile und damit an die Temperierung der Druckgussformen stetig. Die Prozesse müssen heute exakt reproduzierbar und rückverfolgbar sein. Das funktioniert nur, wenn die Kühlparameter der Gussformen exakt einstellbar sind. Dank modernster Ventil- und Sensortechnologie lassen sich solch anspruchsvolle Kühlsysteme genau auf die Anforderungen der jeweiligen Anwendung herstellen. Das moderne maschinelle Druckgießverfahren erlaubt die rationelle Produktion großer Serien leichter, dünnwandiger Gussteile, bei denen besonders kleine Toleranzen, eine glatte Oberfläche und scharfe Konturen erwünscht sind. Sehr aufwendig konstruierte Formen aus legiertem Warmarbeitsstahl erlauben dabei über 100 000 Ab-güsse. Je nach Prozess wird das flüssige Metall unter hohem Druck von circa 10 bis 200 MPa und mit extrem hohen Geschwindigkeiten von bis zu 120 m/s in die vorgeheizte Gussform aus Stahl gepresst. So ist gewährleistet, dass feinste Strukturen ausgefüllt und selbst äußerst dünnwandige und filigrane Produkte mit einer homogenen Oberfläche produziert werden können. Computergesteuerte Druckguss maschinen mit einer automatisch geregelten Temperierung der Druckgussformen sichern dabei auch bei hohen Auflagen eine reproduzierbare, gleichbleibend gute Qualität aller produzierten Teile.

News

03.02.2012

Dreistelliges Milliardenwachstum im Leichtbau bis 2030

Die Automobilhersteller müssen den Anteil von Leichtbauteilen im Fahrzeug bis 2030 von 30 auf 70 % steigern, um die Zunahme des Fahrzeuggewichts durch Elektroantrieb und kraftstoffeffiziente Motorentechnik zu kompensieren. Dadurch entsteht ein neuer Wachstumsmarkt für Zulieferindustrie und Anlagenbau: Der Jahresumsatz mit Leichtbauteilen aus hoch festem Stahl, Aluminium und karbonfaserverstärktem Kunststoff dürfte je nach Rohstoffpreisentwicklung bis 2030 von ca. 70 Mrd. auf mehr als 300 Mrd. Euro wachsen.
Arbeiter am Schmelzofen im Eisenwerk Martinlamitz. Das Unternehmen produziert 5000 t Guss im Monat. Foto: EWM
Arbeiter am Schmelzofen im Eisenwerk Martinlamitz. Das Unternehmen produziert 5000 t Guss im Monat. Foto: EWM
03.02.2012

Eisengießerei ist für die Zukunft gerüstet

Seit einem Jahr wird in der Eisenwerk Martinlamitz GmbH (EWM) nun wieder von Montag bis Freitag acht Stunden dreischichtig gearbeitet. Das zeigt, dass der Standort in Oberfranken wie angegossen passt. Rund 5000 t Guss werden hier im Monat produziert und im Vergleich zu früher wurde die Produktpalette deutlich ausgeweitet: Heute fertigt das Martinlamitzer Unternehmen zusätzlich in den Bereichen Windkraft, Solar, Hydraulik, Kran- und Bootstechnik. Bislang lagen die Schwerpunkte in den Bereichen Achsen, Bau- und Landmaschinen, Nutzfahrzeuge, Eisenbahn, Maschinen- und Roboterbau.