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GIESSEREI

GIESSEREI ist die führende deutschsprachige Fachzeitschrift des Gießereiwesens mit starker Auslandsverbreitung.

Aus dem Inhalt dieser Ausgabe:

SPECIAL - EUROGUSS 2010 Teil 1: Erweiterung der visuellen Röntgenprüfung durch effizientere digitale Technologien – mit HDR schneller und sicherer zum Ziel 

von Klaus Bavendiek

Bei der Entwicklung neuer Pkw steht der sparsame Umgang mit Kraftstoff bei gleicher oder höherer Fahrleistung im Vordergrund. Neben Optimierung in der Aerodynamik beinhaltet das die Forderung nach signifikanter Gewichtseinsparung. Daraus resultiert der Einsatz von Leichtmetall-Legierungen für immer mehr Baugruppen in Kfz, die meist gegossen werden. Fertigungstechnisch bedingt lassen sich Porositäten, Lunker oder andere Ungänzen nicht vermeiden. Ein weiteres Gewichtseinsparungspotential ergibt sich noch durch die engere Auslegung der Toleranzen bzw. Sicherheitszuschläge. In der Folge müssen immer kleinere im Bauteil enthaltene Ungänzen sicher gefunden werden. Für die inneren Ungänzen, die von außen nicht erkennbar sind, hat die Röntgenprüfung den höchsten Stellenwert, da nur die Röntgenprüfung ein bildgebendes Verfahren bietet. In den letzten 10 Jahren hat sich im Bereich der Röntgenprüfung vieles verändert. Digitale Detektoren haben den Einzug in die industrielle Prüfung gehalten, nachdem die Optimierung der Detektoren auf die viel härteren industriellen Einsatzgebiete Erfolg gezeigt hat. So hat sich diese Technik bei der vollautomatischen Gussteil-Prüfung für die Automobilindustrie inzwischen durchgesetzt. Bei voller Ausnutzung des Potentials digitaler Detektoren können Bildqualitäten erzielt werden, die um den Faktor 10 besser sind als der beste Röntgenfilm. In der Folge haben die digitalen Detektoren bereits ihren Siegeszug als Filmersatz-Technologie in der Luftfahrt für Schweißnähte und Gussteile angetreten.

News

Sicht vom Char-genkorb zum Kam-merofen. Foto: Aluheat
Sicht vom Char-genkorb zum Kam-merofen. Foto: Aluheat
10.02.2012

Wärmebehandlung von Aluminiumbauteilen

Mit seiner geringen Dichte und den guten Festigkeitseigenschaften nimmt Aluminium im Leichtbau eine führende Position ein. Die Möglichkeiten und Vorteile des Werkstoffes sind weitreichend bekannt. Dennoch bietet sich in puncto Gewichtsersparnis, thermischer Belastbarkeit und Langlebigkeit noch enormes Potential. Das Unternehmen Aluheat GmbH aus Freiberg hat sich dieser Aufgabe gewidmet und eine Pilot-Wärmebehandlungsanlage gebaut.

Simulation des Temperaturfelds während der Erstarrung. Bild: DIAG
Simulation des Temperaturfelds während der Erstarrung. Bild: DIAG
09.02.2012

Aluminiumgießerei optimiert Prozesse

Seit Neuestem hat die Diesner Aluminiumgießerei GmbH & Co KG (DIAG) eine angepasste Simulations-Software für Formfüllung, Temperaturfeld- und Erstarrungsberechnung in ihren Produktionsprozess implementiert. Dies führt nicht nur zu einer Erhöhung der Prozesssicherheit, sondern gleichzeitig auch zur einer deutlich verkürzten Produktionszeit mit reduzierten Entwicklungskosten. Entsprechend der DIAG-Unternehmensphilosophie, für ihre Kunden möglichst früh tätig zu sein, können durch die praxisnahe Simulation von Gießprozessen bereits in der Frühphase des Produktionsprozesses Problemzonen erkannt sowie im Kokillendesign schnellstmöglich Korrekturen durchgeführt werden.