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GIESSEREI

GIESSEREI ist die führende deutschsprachige Fachzeitschrift des Gießereiwesens mit starker Auslandsverbreitung.

Regenierung von anorganisch gebundenen Gießereisandkernen 

von Harald Schwickal u. a.

Unter den Überbegriffen „geruchslose Gießerei“ oder „nachhaltig umweltschonende Produktions-verfahren“ können die seit der Jahrtausendwende in unterschiedlichen Industrie- und Forschungsprojekten laufenden Untersuchungen von neuen bzw. modifizierten anorganischen Bindersystemen zusammengefasst werden. Bei gleichen, teilweise auch gestiegenen Anforderungen bezüglich Produktivität, Qualität und Kosten wurde versucht, die umweltfreundlichen anorganischen Bindersysteme weiter zu entwickeln und wieder in den Markt einzuführen. Darunter fallen anorganische Salzbinder, Wassergläser und modifizierte Silicatbinder. Ziel der Entwicklungsarbeiten ist eine Verbesserung der Bindersysteme bezogen auf die aus der Vergangenheit bekannten Nachteile einer geringen Sofortfestigkeit, schlechter Zerfallseigenschaften, einer begrenzten Lagerfähigkeit und einer niedrigen Wiederverwendungsrate des mechanisch regenerierten Altsandes. Die Autoren beschreiben in ihrem Beitrag aktuelle Entwicklungen zur Regeneration der anfallenden Altsande als abschließenden Schritt für eine erfolgreiche Markteinführung.

News

03.02.2012

Dreistelliges Milliardenwachstum im Leichtbau bis 2030

Die Automobilhersteller müssen den Anteil von Leichtbauteilen im Fahrzeug bis 2030 von 30 auf 70 % steigern, um die Zunahme des Fahrzeuggewichts durch Elektroantrieb und kraftstoffeffiziente Motorentechnik zu kompensieren. Dadurch entsteht ein neuer Wachstumsmarkt für Zulieferindustrie und Anlagenbau: Der Jahresumsatz mit Leichtbauteilen aus hoch festem Stahl, Aluminium und karbonfaserverstärktem Kunststoff dürfte je nach Rohstoffpreisentwicklung bis 2030 von ca. 70 Mrd. auf mehr als 300 Mrd. Euro wachsen.
Arbeiter am Schmelzofen im Eisenwerk Martinlamitz. Das Unternehmen produziert 5000 t Guss im Monat. Foto: EWM
Arbeiter am Schmelzofen im Eisenwerk Martinlamitz. Das Unternehmen produziert 5000 t Guss im Monat. Foto: EWM
03.02.2012

Eisengießerei ist für die Zukunft gerüstet

Seit einem Jahr wird in der Eisenwerk Martinlamitz GmbH (EWM) nun wieder von Montag bis Freitag acht Stunden dreischichtig gearbeitet. Das zeigt, dass der Standort in Oberfranken wie angegossen passt. Rund 5000 t Guss werden hier im Monat produziert und im Vergleich zu früher wurde die Produktpalette deutlich ausgeweitet: Heute fertigt das Martinlamitzer Unternehmen zusätzlich in den Bereichen Windkraft, Solar, Hydraulik, Kran- und Bootstechnik. Bislang lagen die Schwerpunkte in den Bereichen Achsen, Bau- und Landmaschinen, Nutzfahrzeuge, Eisenbahn, Maschinen- und Roboterbau.