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GIESSEREI

GIESSEREI ist die führende deutschsprachige Fachzeitschrift des Gießereiwesens mit starker Auslandsverbreitung.

Schweißen von Fahrzeugteilen aus GJS-Werkstoffen 

von Thomas Löhken

Einer immer noch weit verbreiteten Lehrmeinung zu Folge ist Gusseisen mit Kugelgraphit nicht oder nur schwer schweißbar. Dies ist insofern erstaunlich, als dass täglich tausende PKW auf unseren Straßen das Gegenteil beweisen. Andererseits ist der Einsatz konventioneller Schmelzschweißverfahren tatsächlich nur mit erheblichem Aufwand oder in speziellen Konfigurationen möglich, weshalb diese Verfahren für die Serienfertigung von Fahrzeugteilen aus Gusseisen gegenwärtig weitgehend ausscheiden. Grundsätzlich ist die Frage berechtigt, warum sich Gießereiunternehmen mit Schweißtechnik befassen sollten, gibt es dafür doch zweifelsohne ausgewiesene Experten in spezialisierten Unternehmen. Die Antwort ist das hochspezifische Wissen über den Werkstoff GJS, über das in der erforderlichen Tiefe nur die Gießer verfügen. Für das Schweißen von Gusseisen und die konsequente Erschließung des damit einhergehenden Mehrwertes bedeutet dies, dass solche Kenntnisse Analysen von Scheißnähten erlauben, die so in der Stahlwelt keine Anwendung finden. Enge Kooperation mit den Spezialisten der Schweißtechnik ist deshalb für beide Seiten eine außerordentlich günstige Konstellation.

News

Sicht vom Char-genkorb zum Kam-merofen. Foto: Aluheat
Sicht vom Char-genkorb zum Kam-merofen. Foto: Aluheat
10.02.2012

Wärmebehandlung von Aluminiumbauteilen

Mit seiner geringen Dichte und den guten Festigkeitseigenschaften nimmt Aluminium im Leichtbau eine führende Position ein. Die Möglichkeiten und Vorteile des Werkstoffes sind weitreichend bekannt. Dennoch bietet sich in puncto Gewichtsersparnis, thermischer Belastbarkeit und Langlebigkeit noch enormes Potential. Das Unternehmen Aluheat GmbH aus Freiberg hat sich dieser Aufgabe gewidmet und eine Pilot-Wärmebehandlungsanlage gebaut.

Simulation des Temperaturfelds während der Erstarrung. Bild: DIAG
Simulation des Temperaturfelds während der Erstarrung. Bild: DIAG
09.02.2012

Aluminiumgießerei optimiert Prozesse

Seit Neuestem hat die Diesner Aluminiumgießerei GmbH & Co KG (DIAG) eine angepasste Simulations-Software für Formfüllung, Temperaturfeld- und Erstarrungsberechnung in ihren Produktionsprozess implementiert. Dies führt nicht nur zu einer Erhöhung der Prozesssicherheit, sondern gleichzeitig auch zur einer deutlich verkürzten Produktionszeit mit reduzierten Entwicklungskosten. Entsprechend der DIAG-Unternehmensphilosophie, für ihre Kunden möglichst früh tätig zu sein, können durch die praxisnahe Simulation von Gießprozessen bereits in der Frühphase des Produktionsprozesses Problemzonen erkannt sowie im Kokillendesign schnellstmöglich Korrekturen durchgeführt werden.