GIESSEREI ist die führende deutschsprachige Fachzeitschrift des Gießereiwesens mit starker Auslandsverbreitung.
Aus dem Inhalt dieser Ausgabe:
Chrom(III)-haltige Passivierung von Zinkdruckgussteilen
von Peter Volk
Mit Hochdruck wird schon seit einigen Jahren am Chrom(VI)-Ersatz gearbeitet, da auf Grund der bekannten EG-Richtlinien, EG-Altauto-Richtlinie (ELV) und EG-Richtlinie über Elektro- und Elektronikaltgeräte (EEAG), der Einsatz von Chrom(VI) für Teile im Bereich Elektro-, Elektronik- und Automobilindustrie verboten ist. Um dieser Vorgabe gerecht zu werden, wurden neue Passivierungsprozesse entwickelt. Sie verwenden Chrom(III)-Verbindungen, die sich aus einem Passivierungselektrolyten auf der Metalloberfläche abscheiden. Das abgeschiedene Chrom(III)-hydroxid/-oxid ist ungefährlich und bietet einen sehr guten Korrosionsschutz bei gleichzeitig ansprechender Optik. Auch auf Zinkdruckguss lassen sich mit Chrom(III)-haltigen Elektrolyten stabile Passivierungsschichten ausbilden, die je nach Anforderung bestimmte Qualitätsmerkmale erfüllen, z. B. guten Korrosionsschutz direkt auf Zinkdruckguss und zudem noch geeignet sind als Vorbe-handlung für die anschließende Lackierung.