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GIESSEREI

GIESSEREI ist die führende deutschsprachige Fachzeitschrift des Gießereiwesens mit starker Auslandsverbreitung.

Kornfeinung von Magnesium 

von Jandreas Schiffl

Kornfeinung wird in der Magnesiumtechnologie dort eingesetzt, wo besondere Anforderungen an den Werkstoff gestellt werden. Beispiele sind eine bessere Speisung, verringerte Lunkerbildung und Porendichte, Verringerung der Heißrissneigung, verbesserte Umformbarkeit, verkürzte Wärmebehandlungszeiten und Verbesserung der mechanischen Kennwerte. Bei großen und dickwandigen Gussstücken ist eine Homogenität der mechanischen Kennwerte über den Querschnitt nur durch Kornfeinung zu erreichen. Zudem steigert ein feines Korn gleichzeitig die Festigkeit und die Dehnung. Magnesiumlegierungen können in zwei große Familien unterteilt werden: in solche ohne und solche mit Aluminium als Legierungselement. In Magnesiumlegierungen ohne Aluminium kann durch Zugabe von Zirconiumvorlegierungen eine effiziente Kornfeinung erzielt werden. Die Gießbarkeit von Magnesiumlegierungen wird durch die Zugabe von Aluminium verbessert, jedoch ist eine Kornfeinung mit Zirconium angesichts der Bildung von Zr- und Al-reichen intermetallischen Phasen und der damit verbundenen Aufhebung der kornfeinenden Wirkung des Zirconiums nicht möglich. Der Fachbeitrag beschreibt die unterschiedlichen Arten der Kornfeinung von Magnesiumlegierungen. Dabei werden aktuelle sowie etwas ältere Maßnahmen und deren Hintergründe erläutert. Unter anderem wird auch der von den Autoren Easton u. a. entwickelte Ansatz veranschaulicht, der den Einfluss der Legierungszusammensetzung und der Wirksamkeit von Partikeln auf die Kornfeinung illustriert.

News

03.02.2012

Dreistelliges Milliardenwachstum im Leichtbau bis 2030

Die Automobilhersteller müssen den Anteil von Leichtbauteilen im Fahrzeug bis 2030 von 30 auf 70 % steigern, um die Zunahme des Fahrzeuggewichts durch Elektroantrieb und kraftstoffeffiziente Motorentechnik zu kompensieren. Dadurch entsteht ein neuer Wachstumsmarkt für Zulieferindustrie und Anlagenbau: Der Jahresumsatz mit Leichtbauteilen aus hoch festem Stahl, Aluminium und karbonfaserverstärktem Kunststoff dürfte je nach Rohstoffpreisentwicklung bis 2030 von ca. 70 Mrd. auf mehr als 300 Mrd. Euro wachsen.
Arbeiter am Schmelzofen im Eisenwerk Martinlamitz. Das Unternehmen produziert 5000 t Guss im Monat. Foto: EWM
Arbeiter am Schmelzofen im Eisenwerk Martinlamitz. Das Unternehmen produziert 5000 t Guss im Monat. Foto: EWM
03.02.2012

Eisengießerei ist für die Zukunft gerüstet

Seit einem Jahr wird in der Eisenwerk Martinlamitz GmbH (EWM) nun wieder von Montag bis Freitag acht Stunden dreischichtig gearbeitet. Das zeigt, dass der Standort in Oberfranken wie angegossen passt. Rund 5000 t Guss werden hier im Monat produziert und im Vergleich zu früher wurde die Produktpalette deutlich ausgeweitet: Heute fertigt das Martinlamitzer Unternehmen zusätzlich in den Bereichen Windkraft, Solar, Hydraulik, Kran- und Bootstechnik. Bislang lagen die Schwerpunkte in den Bereichen Achsen, Bau- und Landmaschinen, Nutzfahrzeuge, Eisenbahn, Maschinen- und Roboterbau.