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GIESSEREI

GIESSEREI ist die führende deutschsprachige Fachzeitschrift des Gießereiwesens mit starker Auslandsverbreitung.

Georg Fischer Automotive stellt sich der Klimaherausforderung 

von Frank Bettinger

Kenner der Automobilbranche verbinden mit dem Namen Georg Fischer Automotive innovative und qualitativ hochwertige Lösungen für Fahrwerk, Antrieb und Karosserie. Bei der Weiterentwicklung seiner Bauteile und Produktionsverfahren geht es dem Schweizer Unternehmen jedoch nicht nur um die Erhöhung der Wirtschaftlichkeit. GF Automotive hat schon immer intensiv daran gearbeitet, die Umweltbelastungen auf einem niedrigen Niveau zu halten und weiter zu reduzieren. Dass das Unternehmen die Belange der Umwelt auch in schwierigen Zeiten nie aus den Augen verliert, beweisen die neuesten Projekte am Produktionsstandort Automobilguss GmbH Singen. Das letzte Jahr war auch für den Singener Produktionsstandort der Georg Fischer Automotive AG eine turbulente Zeit. Noch zu Beginn 2008 war die Auftragslage ausgezeichnet. Das Werk fuhr zusätzliche Schichten und setzte auf die Flexibilität seiner Mitarbeiter, um den eingehenden Aufträgen gerecht werden zu können. Im Herbst 2008 bekam GF Automotive dann, wie andere Zulieferer der Automobilbranche auch, die im vorigen Sommer stark gestiegenen Rohstoffpreise und die plötzlich einsetzende Finanzkrise zu spüren. Trotz dieser schwierigen Umstän-de hat GF Automotive eines der elementarsten Probleme unserer Zeit nie aus den Augen verloren: die Umweltbelastungen müssen reduziert werden.

News

03.02.2012

Dreistelliges Milliardenwachstum im Leichtbau bis 2030

Die Automobilhersteller müssen den Anteil von Leichtbauteilen im Fahrzeug bis 2030 von 30 auf 70 % steigern, um die Zunahme des Fahrzeuggewichts durch Elektroantrieb und kraftstoffeffiziente Motorentechnik zu kompensieren. Dadurch entsteht ein neuer Wachstumsmarkt für Zulieferindustrie und Anlagenbau: Der Jahresumsatz mit Leichtbauteilen aus hoch festem Stahl, Aluminium und karbonfaserverstärktem Kunststoff dürfte je nach Rohstoffpreisentwicklung bis 2030 von ca. 70 Mrd. auf mehr als 300 Mrd. Euro wachsen.
Arbeiter am Schmelzofen im Eisenwerk Martinlamitz. Das Unternehmen produziert 5000 t Guss im Monat. Foto: EWM
Arbeiter am Schmelzofen im Eisenwerk Martinlamitz. Das Unternehmen produziert 5000 t Guss im Monat. Foto: EWM
03.02.2012

Eisengießerei ist für die Zukunft gerüstet

Seit einem Jahr wird in der Eisenwerk Martinlamitz GmbH (EWM) nun wieder von Montag bis Freitag acht Stunden dreischichtig gearbeitet. Das zeigt, dass der Standort in Oberfranken wie angegossen passt. Rund 5000 t Guss werden hier im Monat produziert und im Vergleich zu früher wurde die Produktpalette deutlich ausgeweitet: Heute fertigt das Martinlamitzer Unternehmen zusätzlich in den Bereichen Windkraft, Solar, Hydraulik, Kran- und Bootstechnik. Bislang lagen die Schwerpunkte in den Bereichen Achsen, Bau- und Landmaschinen, Nutzfahrzeuge, Eisenbahn, Maschinen- und Roboterbau.