GIESSEREI

GIESSEREI ist die führende deutschsprachige Fachzeitschrift des Gießereiwesens mit starker Auslandsverbreitung.

3-D-Schriftlesen auf Gussoberflächen 

von Rainer Obergrußberger

Das Lesen und Vergleichen von Symbolen, Codes und Klarschrift spielt in der Fertigung eine bedeutende Rolle, insbesondere wenn es um Qualitätssicherung und die Rückverfolgbarkeit von Produkten geht. Bei der Analyse erhabener Strukturen auf Gussoberflächen stoßen jedoch konventionelle optische Lesesysteme rasch an unüberwindliche Grenzen. Hier setzt ein neues innovatives und flexibles System durch Einbeziehung der dritten Dimension neue Maßstäbe. Die räumliche Erfassung und Analyse der Symbole verbessert die Zuverlässigkeit, Flexibilität und Prozesssicherheit enorm, und dies bei einem günstigen Preis/Leistungsverhältnis. In der Qualitätssicherung gehören kamerabasierte optische Methoden zum Lesen (OCR) und Vergleichen (OCV) von Texten und Codes auf direkt oder indirekt markierten Teilen längst zum Industriestandard. Trotz jahrelanger Weiterentwicklungen dieser Technologien stößt man aber mit 2-D-Kamerasystem nach wie vor an Grenzen, wenn die zu prüfenden Werk-stücke fertigungsbedingt starke Schwankungen in der Oberflächenbeschaffenheit aufweisen oder wenn die zu erkennenden Symbole nicht mit ausreichendem Kontrast abbildbar sind. In Gießereien sind Markierungen, Strich- und Matrix-Codes sowie Textinformationen oft Teil der Gussform; sie werden somit als dreidimensionale Struktur mit abgegossen. Diese sind aufgrund der prozessbedingten Rauigkeitsschwankungen der Oberfläche und der ungünstigen Reflexionseigenschaften des Materials mit Kamerasystemen oft nur schwer erkennbar. Ein prozess-sicheres Zurücklesen ist dann in vielen Fällen nicht möglich.

News

Das „Ah!“-Logo wurde im Techni-kum des Instituts für Gießereitechnik speziell für diese Veranstaltung gegossen. Foto: DVS
Das „Ah!“-Logo wurde im Techni-kum des Instituts für Gießereitechnik speziell für diese Veranstaltung gegossen. Foto: DVS
30.07.2010

Begeisterung geweckt – Experiment geglückt

Haben Technik und naturwissenschaftliche Experimente ausreichend Faszinationskraft? Wie der Tag der Technik 2010 im Juni in Düsseldorf bewies, lässt sich diese Frage mit einem eindeutigen „Ja“ beantworten. Über 5000 Schüler, technikbegeisterte Kinder und Erwachsene nutzten die Chance, bei den vielen Mitmachstationen und Attraktionen auf dem Gelände des Gastgebers, der Handwerkskammer Düsseldorf, naturwissenschaftlich-technische Phänomene hautnah mitzuerleben. Und davon gab es reichlich:

Begutachtung eines Lamborghini Gallardo Superleggera. Foto: Kilian Schwalb
Begutachtung eines Lamborghini Gallardo Superleggera. Foto: Kilian Schwalb
29.07.2010

Exkursion nach Italien

Die diesjährige Pfingstexkursion der Agifa (Aachener Gießer-Familie e. V., Aachen) führte 22 Studenten und 6 Doktoranden des Gießerei-Instituts der RWTH Aachen vom 24. bis 28. Mai nach Italien. Der erste Tag begann mit einem Besuch der Fonderia Alluminio SpA in Dongo. Nach der Vorstellung des Unternehmens, das zum italienischen Maschinenbaukonzern Casti Group gehört, wurden die Produktionshallen besichtigt, wo sich die Teilnehmer ausführlich über die Lost-Foam-Technologie informieren konnten.