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GIESSEREI

GIESSEREI ist die führende deutschsprachige Fachzeitschrift des Gießereiwesens mit starker Auslandsverbreitung.

3-D-Schriftlesen auf Gussoberflächen 

von Rainer Obergrußberger

Das Lesen und Vergleichen von Symbolen, Codes und Klarschrift spielt in der Fertigung eine bedeutende Rolle, insbesondere wenn es um Qualitätssicherung und die Rückverfolgbarkeit von Produkten geht. Bei der Analyse erhabener Strukturen auf Gussoberflächen stoßen jedoch konventionelle optische Lesesysteme rasch an unüberwindliche Grenzen. Hier setzt ein neues innovatives und flexibles System durch Einbeziehung der dritten Dimension neue Maßstäbe. Die räumliche Erfassung und Analyse der Symbole verbessert die Zuverlässigkeit, Flexibilität und Prozesssicherheit enorm, und dies bei einem günstigen Preis/Leistungsverhältnis. In der Qualitätssicherung gehören kamerabasierte optische Methoden zum Lesen (OCR) und Vergleichen (OCV) von Texten und Codes auf direkt oder indirekt markierten Teilen längst zum Industriestandard. Trotz jahrelanger Weiterentwicklungen dieser Technologien stößt man aber mit 2-D-Kamerasystem nach wie vor an Grenzen, wenn die zu prüfenden Werk-stücke fertigungsbedingt starke Schwankungen in der Oberflächenbeschaffenheit aufweisen oder wenn die zu erkennenden Symbole nicht mit ausreichendem Kontrast abbildbar sind. In Gießereien sind Markierungen, Strich- und Matrix-Codes sowie Textinformationen oft Teil der Gussform; sie werden somit als dreidimensionale Struktur mit abgegossen. Diese sind aufgrund der prozessbedingten Rauigkeitsschwankungen der Oberfläche und der ungünstigen Reflexionseigenschaften des Materials mit Kamerasystemen oft nur schwer erkennbar. Ein prozess-sicheres Zurücklesen ist dann in vielen Fällen nicht möglich.

News

03.02.2012

Dreistelliges Milliardenwachstum im Leichtbau bis 2030

Die Automobilhersteller müssen den Anteil von Leichtbauteilen im Fahrzeug bis 2030 von 30 auf 70 % steigern, um die Zunahme des Fahrzeuggewichts durch Elektroantrieb und kraftstoffeffiziente Motorentechnik zu kompensieren. Dadurch entsteht ein neuer Wachstumsmarkt für Zulieferindustrie und Anlagenbau: Der Jahresumsatz mit Leichtbauteilen aus hoch festem Stahl, Aluminium und karbonfaserverstärktem Kunststoff dürfte je nach Rohstoffpreisentwicklung bis 2030 von ca. 70 Mrd. auf mehr als 300 Mrd. Euro wachsen.
Arbeiter am Schmelzofen im Eisenwerk Martinlamitz. Das Unternehmen produziert 5000 t Guss im Monat. Foto: EWM
Arbeiter am Schmelzofen im Eisenwerk Martinlamitz. Das Unternehmen produziert 5000 t Guss im Monat. Foto: EWM
03.02.2012

Eisengießerei ist für die Zukunft gerüstet

Seit einem Jahr wird in der Eisenwerk Martinlamitz GmbH (EWM) nun wieder von Montag bis Freitag acht Stunden dreischichtig gearbeitet. Das zeigt, dass der Standort in Oberfranken wie angegossen passt. Rund 5000 t Guss werden hier im Monat produziert und im Vergleich zu früher wurde die Produktpalette deutlich ausgeweitet: Heute fertigt das Martinlamitzer Unternehmen zusätzlich in den Bereichen Windkraft, Solar, Hydraulik, Kran- und Bootstechnik. Bislang lagen die Schwerpunkte in den Bereichen Achsen, Bau- und Landmaschinen, Nutzfahrzeuge, Eisenbahn, Maschinen- und Roboterbau.