GIESSEREI

GIESSEREI ist die führende deutschsprachige Fachzeitschrift des Gießereiwesens mit starker Auslandsverbreitung.

Zerstörungsfreie Prüfung von schweren Stahlgussteilen 

von Reinhold Hanus

Die Herstellung von Stahlgussteilen basiert im Wesentlichen auf folgenden Fertigungsschritten: Nach der Erstellung der Gusstechnik, dem Bau des Holzmodells und dem Einformen beginnt die Existenz des Gussstückes mit dem Schmelz- und Gießprozess. Da Gus-teile dieser Größenordnung (bis 200 t) keine Fehler aufweisen dürfen, die zum Ausschuss des Teiles führen, werden Gieß- und Erstarrungsprozess bereits in der Designphase am Computer simuliert, um kritische Bereiche im Bezug auf große Gussfehler von Beginn an festzustellen und Gegenmaßnahmen treffen zu können. Nach der Erstarrungszeit (zwei bis sechs Wochen, je nach Wanddicke, Komplexität und Werkstoff) wird das Gussstück ausgeschlagen. Die Qualitätswärmebehandlung ist neben der chemischen Zusammensetzung der wichtigste Schritt zur Einstellung des erwünschten Mikrogefüges und der geforderten mechanischen Eigenschaften. Nach dem Vorschruppen wird das Gussstück zerstörungsfrei geprüft (mit magnetischer Streuflussprüfung und Ultraschallprüfung). Alle Anzeigen, die nicht dem vorgeschriebenen Annahmestandard entsprechen, sind auszumulden. Nach einer erneuten magnetischen Streuflussprüfung der Schleifmulden werden diese verschweißt, gefolgt von einer Spannungsarmglühung. Zwischen den einzelnen Produktionszyklen werden immer wieder Maßkontroll-Schritte durchgeführt, um festzustellen, ob bestimmte geforderte Übermaße für die Fertigbearbeitung oder für den Einsatz kritisch werden könnten. Eine abschließende zerstörungsfreie Prüfung ist der letzte Fertigungsschritt in der Gießerei, bevor das Gussstück zur Fertigbearbeitung gesandt wird. Mit den unterschiedlichen Verfahren der zerstörungsfreien Prüfung von schweren Stahlgussteilen beschäftigt sich der Fachbeitrag. Die Autoren berichten über aktuelle Erfahrungen aus der Gießereipraxis.

News

Das „Ah!“-Logo wurde im Techni-kum des Instituts für Gießereitechnik speziell für diese Veranstaltung gegossen. Foto: DVS
Das „Ah!“-Logo wurde im Techni-kum des Instituts für Gießereitechnik speziell für diese Veranstaltung gegossen. Foto: DVS
30.07.2010

Begeisterung geweckt – Experiment geglückt

Haben Technik und naturwissenschaftliche Experimente ausreichend Faszinationskraft? Wie der Tag der Technik 2010 im Juni in Düsseldorf bewies, lässt sich diese Frage mit einem eindeutigen „Ja“ beantworten. Über 5000 Schüler, technikbegeisterte Kinder und Erwachsene nutzten die Chance, bei den vielen Mitmachstationen und Attraktionen auf dem Gelände des Gastgebers, der Handwerkskammer Düsseldorf, naturwissenschaftlich-technische Phänomene hautnah mitzuerleben. Und davon gab es reichlich:

Begutachtung eines Lamborghini Gallardo Superleggera. Foto: Kilian Schwalb
Begutachtung eines Lamborghini Gallardo Superleggera. Foto: Kilian Schwalb
29.07.2010

Exkursion nach Italien

Die diesjährige Pfingstexkursion der Agifa (Aachener Gießer-Familie e. V., Aachen) führte 22 Studenten und 6 Doktoranden des Gießerei-Instituts der RWTH Aachen vom 24. bis 28. Mai nach Italien. Der erste Tag begann mit einem Besuch der Fonderia Alluminio SpA in Dongo. Nach der Vorstellung des Unternehmens, das zum italienischen Maschinenbaukonzern Casti Group gehört, wurden die Produktionshallen besichtigt, wo sich die Teilnehmer ausführlich über die Lost-Foam-Technologie informieren konnten.