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GIESSEREI

GIESSEREI ist die führende deutschsprachige Fachzeitschrift des Gießereiwesens mit starker Auslandsverbreitung.

Die Krise als Vorbereitung für die Zukunft nutzen 

von Stefan Emert

Nach wie vor durchläuft die Gießereiindustrie weltweit schwierige Zeiten, und eine Erholung auf breiter Front ist noch nicht absehbar. Dennoch sollte diese Phase genutzt werden, um Maschinen, Anlagen und Verfahrensabläufe zu modernisieren und zu optimieren, um als Unternehmen gestärkt im Markt zu bestehen. In den letzten Jahren war die Auslastung in den Gießereien und den damit verbundenen Produktionszwängen oft zu hoch, um sich zeitintensiven Fragen der Instandhaltung und Modernisierung zu widmen. Auslastungen von bis zu 120 % und 19 bis 20 Schichten pro Woche waren keine Seltenheit. Bei diesen Bedingungen gleichen Modernisierungen und Umbauten einer „Operation am offenen Herzen“. Heute sind die Gießereien größtenteils durch wesentliche geringere Auslastung oder gar Kurzarbeit geprägt – so gibt es Zeit, um sich den Problemen zu widmen, die bisher aus Zeitgründen nicht in Angriff genommen wurden. Auch die Wettbewerber der deutschen Gießereien rüsten auf, modernisieren ihre Analgentechnik, wie der Autor am Beispiel einer türkischen Gießerei beschreibt.

News

03.02.2012

Dreistelliges Milliardenwachstum im Leichtbau bis 2030

Die Automobilhersteller müssen den Anteil von Leichtbauteilen im Fahrzeug bis 2030 von 30 auf 70 % steigern, um die Zunahme des Fahrzeuggewichts durch Elektroantrieb und kraftstoffeffiziente Motorentechnik zu kompensieren. Dadurch entsteht ein neuer Wachstumsmarkt für Zulieferindustrie und Anlagenbau: Der Jahresumsatz mit Leichtbauteilen aus hoch festem Stahl, Aluminium und karbonfaserverstärktem Kunststoff dürfte je nach Rohstoffpreisentwicklung bis 2030 von ca. 70 Mrd. auf mehr als 300 Mrd. Euro wachsen.
Arbeiter am Schmelzofen im Eisenwerk Martinlamitz. Das Unternehmen produziert 5000 t Guss im Monat. Foto: EWM
Arbeiter am Schmelzofen im Eisenwerk Martinlamitz. Das Unternehmen produziert 5000 t Guss im Monat. Foto: EWM
03.02.2012

Eisengießerei ist für die Zukunft gerüstet

Seit einem Jahr wird in der Eisenwerk Martinlamitz GmbH (EWM) nun wieder von Montag bis Freitag acht Stunden dreischichtig gearbeitet. Das zeigt, dass der Standort in Oberfranken wie angegossen passt. Rund 5000 t Guss werden hier im Monat produziert und im Vergleich zu früher wurde die Produktpalette deutlich ausgeweitet: Heute fertigt das Martinlamitzer Unternehmen zusätzlich in den Bereichen Windkraft, Solar, Hydraulik, Kran- und Bootstechnik. Bislang lagen die Schwerpunkte in den Bereichen Achsen, Bau- und Landmaschinen, Nutzfahrzeuge, Eisenbahn, Maschinen- und Roboterbau.