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Aus dem Inhalt dieser Ausgabe:
Hochreaktive Polyurethan-Cold-Box-Binder in Labor und Praxis
von Alexander Schrey
Die Großserienfertigung von Gussteilen für den Automobilbereich wäre heutzutage ohne leistungsfähige, hochproduktive Kernherstellverfahren unmöglich. Unter diesen Kernherstellverfahren nimmt das Polyurethan-Cold-Box-Verfahren seit vielen Jahren eine führende Rolle ein. Drei von vier in einem Gashärteprozess hergestellten Kernen stammen aus dem Polyurethan-Cold-Box-Verfahren. Es zeichnet sich durch hohe Prozesssicherheit und Produktivität bei gleichzeitig vertret- und beherrschbaren Auswirkungen auf Mensch und Umwelt aus. Kennzeichnend für das Polyurethan-Cold-Box-Verfahren ist seine hohe Reaktivität, wodurch eine Kernfertigung in kurzen Fertigungszyklen möglich wird. Der Autor beschäftigt sich in seinem Fachbeitrag mit dem Begriff und der Definition von Reaktivität am Beispiel von Polyurethan-Cold-Box-Bindern, die maßgeblich von Boenisch geprägt wurden. Vor dem Hintergrund neuer Entwicklungen ist demnach eine Überarbeitung der damaligen Begriffsdefinition erforderlich, da sich insbesondere der Zusammenhang zwischen hochreaktiven Bindern und deren Katalysatorbedarf heute völlig anders darstellt als in den 1980er Jahren. Ein Ergebnis jüngerer Entwicklungsarbeiten wird vorgestellt, nach dem hochreaktive Binder, die eine außerordentlich schnelle Entwicklung der Anfangsfestigkeit aufweisen, einen niedrigen Katalysatorbedarf haben, der weit unterhalb des bislang Bekannten liegt.