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GIESSEREI

GIESSEREI ist die führende deutschsprachige Fachzeitschrift des Gießereiwesens mit starker Auslandsverbreitung.

Mineralogische Grundstrukturen, Veränderungen des Chromits unter Gießereibedingungen und derzeitige Probleme mit Chromit-Neusanden 

von Jörg Brotzki u. a.

Die durch die Einwirkung der Temperatur während des Gießvorganges am Chromitkorn stattgefindenen Veränderungen, die zu einer Metamorphose des Minerals führen, werden in dem vorliegenden Beitrag untersucht. Hierzu wurden elektronenmikroskopische Untersuchungen durchgeführt. Im Anschluss erfolgten Versuche zur Wiederverwendung des geschädigten Regenerates. Hierbei wurde zunächst durch Optimierung der verschiedenen Separationsstufen (Magne-te/Fluidbett) einer Quarzsand-/Chromitsand-Trennanlage die Anteile an veränderten Chromitkörnern bzw. sonstige Verunreinigungen ausgeschieden, die den Penetrationswiderstand herabsetzen. Anschließend wurde, wie der Fachbeitrag zeigt, am rückgewonnenen Chromitsand durch Verwendung verschiedener Schlichten, die unter dem Aspekt von Austauschvorgängen zwischen den Mineralien der Schlichten und der Kornoberfläche des Chromits zu sehen waren, die einen, gegenüber der augenblicklichen Vorgehensweise, verbesserten Penetrationswiderstand der Formen zur Folge haben. Die Ergebnisse dieser Arbeit werden veröffentlicht.

News

03.02.2012

Dreistelliges Milliardenwachstum im Leichtbau bis 2030

Die Automobilhersteller müssen den Anteil von Leichtbauteilen im Fahrzeug bis 2030 von 30 auf 70 % steigern, um die Zunahme des Fahrzeuggewichts durch Elektroantrieb und kraftstoffeffiziente Motorentechnik zu kompensieren. Dadurch entsteht ein neuer Wachstumsmarkt für Zulieferindustrie und Anlagenbau: Der Jahresumsatz mit Leichtbauteilen aus hoch festem Stahl, Aluminium und karbonfaserverstärktem Kunststoff dürfte je nach Rohstoffpreisentwicklung bis 2030 von ca. 70 Mrd. auf mehr als 300 Mrd. Euro wachsen.
Arbeiter am Schmelzofen im Eisenwerk Martinlamitz. Das Unternehmen produziert 5000 t Guss im Monat. Foto: EWM
Arbeiter am Schmelzofen im Eisenwerk Martinlamitz. Das Unternehmen produziert 5000 t Guss im Monat. Foto: EWM
03.02.2012

Eisengießerei ist für die Zukunft gerüstet

Seit einem Jahr wird in der Eisenwerk Martinlamitz GmbH (EWM) nun wieder von Montag bis Freitag acht Stunden dreischichtig gearbeitet. Das zeigt, dass der Standort in Oberfranken wie angegossen passt. Rund 5000 t Guss werden hier im Monat produziert und im Vergleich zu früher wurde die Produktpalette deutlich ausgeweitet: Heute fertigt das Martinlamitzer Unternehmen zusätzlich in den Bereichen Windkraft, Solar, Hydraulik, Kran- und Bootstechnik. Bislang lagen die Schwerpunkte in den Bereichen Achsen, Bau- und Landmaschinen, Nutzfahrzeuge, Eisenbahn, Maschinen- und Roboterbau.