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GIESSEREI

GIESSEREI ist die führende deutschsprachige Fachzeitschrift des Gießereiwesens mit starker Auslandsverbreitung.

Anorganisches Bindersystem verbessert Produktivität 

von Jens Müller u. a.

Für den Leicht- und Buntmetallguss gibt es Alternativen zu den herkömmlichen organischen Kernherstellungsverfahren. Die anorganischen und damit emissionsfreien Kernbinder vermeiden bis zu 98 % der Schadstoffe bei verbesserter Produktivität. Zusätzlich ergeben sich neue Entwicklungsmöglichkeiten durch eine verbesserte Gefügequalität. Entwickler der Unternehmen der Gießereichemie planen und konzipieren die breite Produktpalette mit Harzen, Bindern, Schlichten, Additiven, Speisern, Filtern und Trennmittel ständig weiter. Dabei spielen gleichermaßen ökologische sowie ökonomische Argumente eine wichtige Rolle; die Entwicklung von Technologien und Produkten soll zur Nachhaltigkeit in der Gießereiindustrie beitragen. Grundsätzlich sind die drei wesentlichen Aspekte: Umweltaspekte im Zusammenhang mit direkten Emissionen und Abfällen, Energieeffizienz im Gießprozess und Materialeffizienz im Gießprozess. Die Implementierung neuer, nachhaltiger Lösungen kann jedoch nur dann erfolgreich sein, wenn gleichzeitig die Produktivität des Prozesses mindestens gehalten werden kann. Im Idealfall verbessert der Kunde durch den Einsatz neuer Technologien und Produkte die Qualität des Gussstückes.

News

03.02.2012

Dreistelliges Milliardenwachstum im Leichtbau bis 2030

Die Automobilhersteller müssen den Anteil von Leichtbauteilen im Fahrzeug bis 2030 von 30 auf 70 % steigern, um die Zunahme des Fahrzeuggewichts durch Elektroantrieb und kraftstoffeffiziente Motorentechnik zu kompensieren. Dadurch entsteht ein neuer Wachstumsmarkt für Zulieferindustrie und Anlagenbau: Der Jahresumsatz mit Leichtbauteilen aus hoch festem Stahl, Aluminium und karbonfaserverstärktem Kunststoff dürfte je nach Rohstoffpreisentwicklung bis 2030 von ca. 70 Mrd. auf mehr als 300 Mrd. Euro wachsen.
Arbeiter am Schmelzofen im Eisenwerk Martinlamitz. Das Unternehmen produziert 5000 t Guss im Monat. Foto: EWM
Arbeiter am Schmelzofen im Eisenwerk Martinlamitz. Das Unternehmen produziert 5000 t Guss im Monat. Foto: EWM
03.02.2012

Eisengießerei ist für die Zukunft gerüstet

Seit einem Jahr wird in der Eisenwerk Martinlamitz GmbH (EWM) nun wieder von Montag bis Freitag acht Stunden dreischichtig gearbeitet. Das zeigt, dass der Standort in Oberfranken wie angegossen passt. Rund 5000 t Guss werden hier im Monat produziert und im Vergleich zu früher wurde die Produktpalette deutlich ausgeweitet: Heute fertigt das Martinlamitzer Unternehmen zusätzlich in den Bereichen Windkraft, Solar, Hydraulik, Kran- und Bootstechnik. Bislang lagen die Schwerpunkte in den Bereichen Achsen, Bau- und Landmaschinen, Nutzfahrzeuge, Eisenbahn, Maschinen- und Roboterbau.